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Die Weiterbildung via Fernstudium – Fluch und Segen

Eine Weiterbildung im Fernstudium kann mächtig viel: Sie bietet Flexibilität in punkto freie Wahl von Ort und Zeit und lässt sich prima berufsbegleitend absolvieren. Doch es gibt auch Schattenseiten, wie der fiese Schweinehund, der als Motivationsbremse auftritt. Wie Fluch und Segen in der Praxis erlebt werden, zeigen diese drei persönlichen Erfahrungen.

Sina ist „süchtig nach dem Fernstudium“

Sina sagt von sich selbst, sie sei „süchtig nach dem Fernstudium“. Nie hätte sie geglaubt, dass sie beruflich einmal so durchstarten kann, denn in jungen Jahren war Schule nicht ihr Ding. Doch dann hatte sie plötzlich die Verantwortung für ihre Tochter zu tragen und wollte ihr ein gutes Vorbild sein. Sie nutzte den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, um einen qualifizierten Schulabschluss im Fernstudium nachzuholen.

Trotz eines Teilzeitjobs, den sie ausübt, wenn ihre Tochter im Kindergarten betreut wird, und den Nachmittagen als Mami, hat sie schon wieder im großen Angebot der Fernlehrgangsanbieter zugeschlagen und belegt nun einen Fernlehrgang, der ihr privat und beruflich nutzt: Auch die Fortbildung in Kindererziehung wird gefördert. Sie hilft ihr im Umgang mit ihrer Tochter und ermöglicht ihr später, im Bereich der Kinderpflege zu arbeiten.

Sinas Fluch- und Segen-Tabelle mit Blick auf die Weiterbildung im Fernstudium sieht so aus:

  • Zeitliche Flexibilität (mit Kind)
  • Mögliche Förderung der Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit
  • Möglichkeit, den Schulabschluss nachzuholen
  • Möglichkeit, sich privat und beruflich weiterzubilden
  • Nach einem langen Tag mit Teilzeitjob und Kinderbetreuung braucht es ein hohes Maß an Eigenmotivation, um zu lernen.
  • Die zeitliche Flexibilität erfordert sehr viel eigenes Zeitmanagement.

Steffen kennt den Vergleich von Präsenz- und Fernstudium

Steffen hat einen vergleichsweise klassischen Werdegang, auf den er zurückblickt. Mathematik und Computer waren stets sein Steckenpferd – und das schon zu Schulzeiten. Mit einem guten Abi in der Tasche, entschied er sich schnell für ein Studium der Mathematik. Nach sieben Semestern hatte er seinen Bachelorabschluss in der Tasche und konnte direkt in dem Betrieb ins Berufsleben starten, in dem er während des Studiums bereits ein Praktikum absolviert hatte.

Nach nur eineinhalb Jahren im Job wusste Steffen: Der Masterabschluss ist Pflicht, wenn er aufsteigen möchte. IT-Consultant war das erklärte Ziel. Um seinen Lebensstandard halten zu können, entschied sich Steffen für eine Weiterbildung im Fernstudium: den Masterabschluss in Wirtschaftsinformatik.

Wie seine Abschätzung bezüglich der Vor- und Nachteile aussieht, verrät er hier:

  • Der Job im Betrieb konnte weiter ausgeführt werden.
  • Der Lebensstandard (u. a. mit Wohnung und Auto) konnte erhalten bleiben.
  • Die Sorge um den mangelnden Austausch mit Kommilitonen und Dozenten war dank Online-Campus unberechtigt.
  • Einschränkungen im Privatbereich waren mit Blick auf das benötigte Zeitkontingent groß.

Marie startete nach dem Fernstudium noch einmal neu durch

Marie gehört in die Generation der „Best Ager“. Sie ist 50 Jahre alt, hat drei Kinder großgezogen und dabei mächtig viel Praxiserfahrung in punkto Hauswirtschaft und Kindererziehung sammeln können. Als die Kinder groß wurden, wusste sie: Zurück in den alten Beruf, den sie vor Jahrzehnten gelernt hatte, wird verdammt schwer nach der langen Zeit. In dem Bereich, indem sie allerdings richtig gut war – in Hauswirtschaft und Kindererziehung – hatte sie „nur“ Praxiskenntnisse, aber keinerlei Zertifizierungen. Und so entschied sich Marie, sich zur Erziehungsberaterin im Fernstudium weiterzubilden.

Was die gelernte pharmazeutisch-technische Assistentin rückblickend als Vor- und Nachteil empfindet, zeigt ihre Tabelle:

  • Das Fernstudium hat Marie den beruflichen Neustart nach langer Mutterschaft ermöglicht.
  • Die Weiterbildung im Fernstudium hat ihre Praxiskenntnisse um theoretisches Wissen ergänzt.
  • Das Fernstudium wurde ihr als Weiterbildung zertifiziert.
  • Nach langer Lernabstinenz, war es schwer, passende Lerntechniken zu finden und auch anzuwenden.
  • Als technisch (noch) nicht affine Person war die Überwindung, den Lern-Campus zu nutzen, zunächst groß.

Viele Gründe sprechen für ein Fernstudium

Sina, Steffen und Marie haben nicht nur die Vor- und Nachteile eines Fernstudiums aufgezeigt, sondern auch deutlich gemacht: Es gibt ganz unterschiedliche Beweggründe, warum ein Fernstudium die beste Option der Weiterbildung sein kann.

Was bleibt, ist die Tatsache, dass Fernstudiengänge sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, denn sie bieten eine große Bandbreite an Inhalten sowie die größtmögliche zeitliche und regionale Flexibilität. Die Nachteile, die seitens der Teilnehmer häufig ins Feld geführt werden, werden sukzessive durch neue und überarbeitete Angebote ausgemerzt. So gibt es einen Online-Campus, der den Austausch ermöglicht. Auch werden Treffen in der Realität angeboten, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Um auch langfristig voller Elan am Ball zu bleiben, gibt es Tutorials zum Zeitmanagement sowie einführende Infos zur Bedienung der E-Learning-Angebote.

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