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Fernstudientrend 2017

Fernstudientrend 2017 – Fernlernen ist „in“

160.000 Studierende sind einer Studie zufolge im Jahr 2016 in Fernstudiengängen eingeschrieben gewesen. Und der Fernstudientrend geht 2017 sicher weiter: Sieben Prozent Wachstumsfaktor werden dem Fernstudiensektor prophezeit. Die Gründe dafür sowie einen kleinen Streifzug durch die Angebotslandschaft zeigt Ihnen dieser Artikel.

So lässt sich der Aufwärtstrend erklären

Es gibt so einige Entwicklungen, die den Ansturm auf die virtuellen Studienmöglichkeiten positiv beeinflussen und die Bezeichnung als Fernstudien-Aufwärtstrend rechtfertigen:

1.) Viele Präsenz-Universitäten reagieren auf die Fülle an Studienwilligen mit Zugangsbeschränkungen. Was für diese (räumlich begrenzten) Hochschulen verständlich ist, ist der Grund, warum der Fernstudientrend 2017 ein klarer Aufwärtstrend ist, denn: Wer nicht direkt am Campus einer Universität studieren darf oder kann, der wählt ein Fernstudium.

2.) Die Anforderungen im Berufsleben steigen zum Teil in rasantem Tempo. Wer hier der Forderung nach „lebenslangem Lernen“ nicht nachkommt, hat es nicht leicht. Um Beruf und Weiterbildung kombinieren zu können, ist das Fernstudium eine gern genutzte Variante.

3.) Die Bologna-Reform, die den Bachelor- und den Masterabschluss auch in Deutschland eingeführt hat, hat einen weiteren positiven Effekt für die Fernlehrgangsinstitute mit sich gebracht: Etwa 20 % der Bachelor-Absolventen steigen zunächst in den Beruf ein und setzen dann den Masterabschluss (berufsbegleitend und an einer Fernuni) on top.

Die Gründe, die die befragten Studierenden selbst genannt haben, zeugen von einem klaren Ehrgeiz, der mit Blick auf den Fernstudientrend 2017 ungebremst zu sein scheint.

Auf welches Fernstudieninstitut und welche Form des Studiums die Wahl fällt, hängt von den inhaltlichen Angeboten des Fernlehrgangsanbieters, von der Flexibilität des Studienmodells, von den E-Learning-Angeboten und letztlich auch vom Ruf der Hochschule ab.

Ein Streifzug durch die Angebotslandschaft der Fernlehrgangsanbieter

Die Gründe, warum Studierende einen Fernlehrgang anstreben, spiegeln sich auch deutlich im Angebot wieder. Diejenigen, die darauf abzielen, ihre beruflichen Chancen zu verbessern, könnten dies mit dem Nachholen eines Schulabschlusses beginnen. Neben den klassischen Schulabschlüssen (Hauptschule, Realschule, Abitur) gibt es auch das Angebot, im Fach Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaft und Verwaltung oder Gesundheit die Fachhochschulreife zu absolvieren.

Auch die Weiterbildungen zum Techniker oder Meister bzw. die Vorbereitung auf die entsprechenden Prüfungen sowie die Weiterbildung zum Fach- oder Betriebswirt sind im Fernstudium bzw. Fernlehrgang möglich.

Wer sich indes persönlich weiterbilden möchte, der kann aus einer großen Bandbreite wählen, die vielfältiger nicht sein könnte: Das Kursmodell „Erfolgreich selbstständig werden“ könnte zum erfolgreichen Karrierestart beitragen. Das „1 x 1 der Börse“ kann für Interessierte im Finanzsektor die Grundlage für den Börsengang bilden. Der „Jagdschein-Kurs“ bereitet auf die dazugehörige staatliche Prüfung vor, und der „Elektronik-Grundkurs“ vermittelt die Basics, die Hobby-Handwerker für ihr nächstes Projekt brauchen. Kreative Köpfe werden indes eher zur „Kunstwerkstatt“, zur „Digitalfotografie“ oder zum „Autoren-Seminar“ tendieren. Allgemeinbildende Kurse in Mathematik, Geschichte oder einer Fremdsprache sind weitere Highlights im Angebot der Fernlehrgangsinstitute, die sich inhaltlich nicht spezialisieren, sondern ein breites Interessengebiet bedienen.

Es zeigen sich somit drei grundlegende Richtungen im Fernstudientrend:

1.) Die Verbesserung des Schul- oder Berufsabschlusses, und damit die Verbesserung der Ausgangsbedingungen.

2.) Die inhaltliche, fachspezifische Weiterbildung, die häufig einen Karrieresprung und ein höheres Gehalt mit sich bringt.

3.) Ein Fernlehrgang in einem Themengebiet aus rein persönlichem Interesse.

Diese Angebote sind neu im Portfolio der Lehrgangsanbieter

Neben den Klassikern im Fernstudienbereich ist das Angebot bei Weitem nicht statisch, sondern reagiert deutlich auf Wünsche und Anregungen der Zielgruppen. In der Folge werden SAP-Kurse ins Angebot integriert, die für den Einsatz des Programms in der Buchhaltung, im Einkauf, in der Personalwirtschaft und in der Anwendung qualifizieren. Der Ayurveda-Gesundheitsberater, der Profi in betrieblichem Gesundheitsmanagement und der Palliativbegleiter sind Fernstudientrends 2017, die den Sektor Gesundheit und Pflege erweitern und damit eine wichtige Qualifizierungslücke schließen.

Sind Sie an der einführend genannten Studie interessiert? Dann folgen Sie diesem Link.

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